Die Orgel in St. Antonius (Voxtrup) wurde 1961 von der Orgelbauwerkstatt Speith aus Rietberg in Westfalen erbaut. Sie verfügt über zwei Manuale bzw. Klaviaturen, die insgesamt 1.714 klingende Pfeifen in den zwei Gehäusen „Hauptwerk“ mit den Pedalpfeifen im hinteren Bereich und „Rückpositiv“ ansteuern. Die äußeren Flügel am Hauptwerk dienen nur der Optik und beherbergen auf jeder Seite fünf stumme Prospektpfeifen. Die Orgel ist vollmechanisch, d. h. die Freigabe der Windzufuhr zu den Pfeifen erfolgt ohne elektrische oder pneumatische Hilfe. So werden die 24 Register, also die Pfeifenreihen mit ihren unterschiedlichen Klangfarben und Bauarten, von Hand gezogen.


2015 wurde die Orgel von der Firma Alexander Schuke (Potsdam) umfangreich renoviert. Neben der Reinigung und Generalstimmung wurden technische Details überarbeitet, verschiedene Mängel behoben und klangliche Verbesserungen vorgenommen. Beispielsweise wurde der Spieltisch um ca. 30 cm nach innen versetzt, um den bisher sehr beengten Sitz der Organistin bzw. des Organisten zwischen Hauptwerk und Rückpositiv mehr Raum zu verschaffen. Es konnte nach Engerstellung einiger Pfeifen ein zusätzliches Pedalregister eingebaut werden. Im Hauptwerk wurde ein Register gegen die wunderschön klingende Gambe 8‘ ausgetauscht, zwei Register im Rückpositiv unter Verwendung von wesentlichen Teilen der Pfeifenkörper erneuert und zwei Register zwischen den beiden Werken versetzt. Zusätzlich konnte noch ein kleines Zimbelglöckchengeläut eingebaut werden. Damit war es gelungen, diese Orgel nicht nur für die nächsten Jahre zu erhalten, sondern auch noch entsprechend den vorgegebenen Möglichkeiten klanglich aufzuwerten. Den damaligen Entscheidungsträgern sei dafür nochmals gedankt.
Die Orgel ist für die Gemeindebegleitung und Erzeugung von verschiedenen Stimmungen im Gottesdienst ein wichtiges Instrument. Mal festlich, scherzhaft, aufbrausend, mitreißend, getragen, beruhigend und meditativ. Hoffen wir, dass unsere Orgeln uns noch viele Jahre begleiten können und ein Nachwuchs an jungen, kreativen Organistinnen und Organisten gegeben ist. Es wäre ein großer Verlust, wenn diese, durch hohe Handwerkskunst entstandenen aufwendigen Instrumente schweigen müssten.
Ansgar Kruse, Organist

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