Voxtruper Friedhof

 
Foto: Reinhold Hengelbrock

Trägerin des Friedhofs im Stadtteil Voxtrup ist seit dem 01.01.2018, als Rechtsnachfolgerin der katholischen Kirchengemeinde St. Antonius, die neu gegründete katholische Kirchengemeinde St. Joseph.
Der Friedhof ist eine unselbstständige Einrichtung (Anstalt des öffentlichen Rechts) der Kirchengemeinde mit eigener kirchenaufsichtlich genehmigter Satzung und eigenem Haushalt. Verwaltet wird der Friedhof von einem Kuratorium, das überwiegend aus Mitgliedern des Kirchenvorstandes (vorrangig aus dem Ortskirchenteil St. Antonius) besteht. Die Wahrnehmung der laufenden Verwaltung erfolgt durch die Friedhofsverwaltung, die von einer Geschäftsführerin geleitet wird.Gemäß der bestehenden Friedhofsordnung dient der Friedhof der Bestattung aller Personen, die bei ihrem Tode u. a. Mitglied der Kirchengemeinde waren. Die ersten Bestattungen auf dem weitläufigen, 19.432 qm umfassenden Friedhofsgelände, gehen auf das Jahr 1935 zurück. Eigentümerin der Immobilien war zu jener Zeit der „Katholische Kirchenbauverein Voxtrup bei Osnabrück e.V.“. Die Übertragung des Immobilienbesitzes auf die katholische Kirchengemeinde St. Antonius Voxtrup erfolgte in Form einer Schenkung erst im Jahre 1960. Die Friedhofskapelle, wurde in den Jahren vor 1947 errichtet, bis 1992 in Teilabschnitten erweitert und in den Folgejahren mehrfach renoviert und mit einer Toilettenanlage ergänzt.
Die künstlerisch gestalteten Buntglasfenster der Friedhofskapelle mit den Themen „Lichtblüte“ und „Emmaus“ wurden im Jahr 2003 von Raphael Seitz gestaltet.


Die Herrichtung der Grabstätten und deren regelmäßige Pflege ist Aufgabe der Angehörigen. Daneben besteht die Möglichkeit der Inanspruchnahme von einheitlich gestalteten Grabstätten (in allen vorstehenden Arten von Grabstätten). Einheitlich gestaltete Grabstätten werden insgesamt und ausschließlich nur von der Friedhofsverwaltung unterhalten, gepflegt (Raseneinsaat, sonstige Begrünung) und gestaltet (Marmorplatte je Grabstätte versehen mit Vor- und Zuname, ggf. Geburtsname sowie Geburts- und Sterbedatum der Verstorbenen/des Verstorbenen.Im Bereich der katholischen Kirche sind anonyme Bestattungen nicht möglich, da diese in einem Widerspruch zu biblischen Aussagen stehen. Aus seelsorgerlicher und psychologischer Sicht wird zudem vorgetragen, dass häufig selbst Hinterbliebene, die einer anonymen Beerdigung zugestimmt haben, später erhebliche Probleme mit der „Ortlosigkeit der Trauer“ beklagen.


Tage mit Tradition
Vor der Friedhofskapelle finden sich zweimal im Jahr traditionell viele Angehörige der Verstorbenen ein, um dort die Feierlichkeiten der Osternacht zu beginnen und an Allerseelen an der Segnung der Gräber teilzunehmen. In der Osternacht, beginnen die Auferstehungsfeierlichkeiten der Gemeinde mit der Lichtfeier auf dem Friedhof. Dieses umfasst Segnung des Osterfeuers, Bereitung und Entzündung der Osterkerze und Einzug mit der Osterkerze in die nahegelegene St.-Antonius-Kirche.
Die Gräbersegnung beginnt mit einer Andacht vor der Friedhofskapelle, wozu sich immer viele Gläubige einfi nden. Die Ruhestätten der Verstorbenen werden nach Abschluss der Andacht von einem Priester gesegnet und mit Weihwasser besprengt.


Besonderheiten
Im Eingangsbereich des Friedhofs befinden sich die Grabstätten für Priester, die als Pfarrer die Kirchengemeinde leiteten oder in besonderer Weise mit der Kirchengemeinde verbunden waren.
Im Bereich der Grabstätten für Kinderbestattungen wurde auf Initiative des Marienhospitals Osnabrück und des Klinikums Osnabrück im Jahre 1993 eine größere Grabstätte für Tod- und Fehlgeburten eingerichtet. Hier finden regelmäßig Urnenbeisetzungen statt. An den Beisetzungen der Urnen nehmen viele Familienmitglieder der Kinder teil, die keine Chancen zu leben hatten. Die Besonderheit des kircheneigenen Friedhofs kommt auch durch die im Jahre 1960 errichtete Kreuzweganlage aus Sandstein mit zwölf Stationen zum Ausdruck, die regelmäßig von Gläubigen genutzt wird.


Ansprechpartner

Friedhofsverwaltung:
Geschäftsführerin Maria Große-Schawe
Bauerschaft Hickingen 31
49086 Osnabrück
Telefon: 0541 389688
E-Mail: friedhof-st.antonius@osnanet.de


Kuratorium des Friedhofs:
Reinhold Hengelbrock (Vorsitzender),
Ferdinand Große-Schawe, Diakon Harald Niermann,
Alois Schonhoff und Friedrich Völler